100 Jahre Pieper, 50 Jahre TGR und ein Denkmal mit Geschichte
17.06.2026, 13:44 Uhr
Von:
Markus Münch
PROBSTEER,
der reporter Plön/Preetz
Anlässlich seines 100. Geburtstages stiftete Wolfgang Pieper der Tennisgemeinschaft Raisdorf ein außergewöhnliches Denkmal und ließ die Gründungsjahre des Vereins noch einmal Revue passieren. © TGR/hfr
So ein Tag kommt in einem Vereinsleben nicht oft vor: Wolfgang Pieper, Ehrenvorsitzender, Mitgründer, Macher der ersten Stunde, wurde am 8. Juni 100 Jahre alt. Und als wäre das für nicht schon Stoff für eine besondere Geschichte genug, setzte Pieper noch einen drauf: Zum eigenen runden Ehrentag und als Zeichen zum 50-jährigen Bestehen der Tennisgemeinschaft Raisdorf stiftete er ein Kunstwerk für die Anlage am Schwanenteich.
Eingeweiht wurde das Denkmal am 13. Juni, genau dort, wo die Geschichte des Vereins einst begann. Rund 60 Gäste kamen zur feierlichen Enthüllung. Unter den Gästen war auch Bürgermeister Thomas Haß. Ohne Menschen wie Pieper und sein engagiertes Team würde man heute wohl nicht hier stehen, sagte er. Solchen Einsatz wünsche er sich in der heutigen Zeit viel öfter.
Bürgermeister Thomas Haß hob die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements hervor. © TGR/hfr
Geschaffen wurde das Denkmal von Schmied Kurt Lange. Es zeigt auf einem Findling stehend Spaten und Tennisschläger als Symbole. Der Spaten stehe für den Anfang, fürs Ackern, fürs Möglichmachen. Der Schläger stehe für das, was daraus geworden ist, erläuterte er. Auf dem Findling ist zudem eine Edelstahltafel zu sehen, deren Form einen Tennisball andeutet. Sie erinnert daran, dass zwölf engagierte Sportler im Februar 1975 am Schwanenteich die Tennisgemeinschaft Raisdorf gründeten. Und daran, dass Pieper nicht nur zu den Gründern der TGR gehörte, sondern den Verein in den ersten 19 Jahren auch als Vorsitzender führte. Zu lesen ist hier auch, dass der Verein nur gegründet werden konnte, weil Bauer Hans Jessen bereit war, Land zu verkaufen.
Wolfgang Pieper, einer der Vereinsgründer und langjähriger Vorsitzender, spendete der Tennisgemeinschaft anlässlich seines 100. Geburtstages dieses Denkmal. © TGR/hfr
Dass der Geist der Gründungszeit in Raisdorf auch heute noch lebt, betonte der heutige Vorsitzende Jens Krause: „Unsere heutige Gemeinschaft lebt noch immer so, wie es von den Gründungsmitgliedern mal gedacht war. Und das Monument wird uns das gerne wieder in Erinnerung bringen.“ Es ging an diesem Tag nicht bloß um ein Kunstwerk aus Metall. Und auch nicht nur um einen 100. Geburtstag, so außergewöhnlich der schon für sich ist. Es ging um die Erinnerung daran, dass Vereine nicht einfach da sind. Für die TGR ist das neue Kunstwerk daher mehr als Schmuck auf der Anlage. Es ist ein sichtbares Zeichen dafür, wo dieser Verein herkommt und wem er viel zu verdanken hat. Und es ist ein stilles Bekenntnis zu einer Gemeinschaft, die ihre Wurzeln nicht vergessen hat.